Schweizer Paare meiden Verlobungs-Hotspot wegen Touristenansturm

Seit Monaten strömen asiatische Touristen nach Iseltwald BE. Weil das Dorf so überfüllt ist, meiden Schweizer und andere Touristen es jetzt.

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das Wesentliche in Kürze

  • Viele Touristen strömen wegen der Netflix-Serie «Crash Landing on You» nach Iseltwald BE.
  • Laut einem Fotografen aus der Region meiden viele Menschen den Ort deswegen.
  • Die Gemeinde selbst bekommt nicht viel von der Hektik mit.

Ein südkoreanischer Unternehmer gerät beim Gleitschirmfliegen in einen Sturm – und wird über die Grenze nach Nordkorea getragen. Dort wird sie von einem gutaussehenden Kapitän entdeckt, der sie in seinem Haus versteckt. Die beiden verlieben sich, dürfen aber nicht zusammen sein – Drama pur.

sterben Südkoreanische Netflix-Serie “Crash Landing on You” zieht seit Monaten zahlreiche asiatische Touristen an Iseltwald SEIN. Der Grund: Dort wurde auf einem Steg am Brienzersee eine Szene gedreht.

Hast du Crash Landing on You gesehen?

Die Lage ist eigentlich auch bei Pärli Beliebt. Das Bergpanorama und die hübschen Chalets sind eine perfekte Kulisse für den Heiratsantrag. John Wisdom weiß das, a Fotograf, der in der Jungfrauregion arbeitet. Vor dem Serienrummel wurde er für zahlreiche Engagement-Shootings auf dem Steg angefragt.

Paare müssen wegen der Touristen sehr früh aufstehen, um sich zu verloben

Heute aber sei das anders, wie er gegenüber Nau.ch sagt: «Viele bleiben Iseltwald weit weg, weil sie an einem ruhigen Ort einen Heiratsantrag machen wollen. Unbemerkt von den vielen asiatischen Touristen, die darauf warten, den Steg zu benutzen.”

In den letzten Monaten musste er alle seine Überraschungstermine sehr früh morgens planen. “Zwischen 7.30 und 8.30 Uhr, bevor die Touristenbusse ankommen.”

Trotzdem ist Wisdom „extrem beschäftigt“ – die Paare ziehen an andere Orte. Obwohl er fast alle Verlobungsfotos mit dem Hashtag „#Crashlandingonyou“ trägt. Instagram Posts betont er, dass sein Erfolg nichts mit der Serie zu tun habe. “Bisher hatte ich nur ein oder zwei Paare aus Korea.”

Die Berner Gemeinde hat keine grosse Touristenflut

Auch die 400-Seelen-Gemeinde Iseltwald macht mit den koreanischen Touristen kein großes Geschäft. „Im Schnitt kommen derzeit pro Tag zwischen fünf und elf Busse an“, schreibt die Gemeinde auf Anfrage. Aber «profitiert von den Gruppenreisenden Iseltwald nicht direkt”.

Denn: Die Touristen sind hauptsächlich unterwegs Netflix– Standort interessiert. „Sie gehen zum Steg davor, stellen sich an, machen Fotos und posten sie in den sozialen Medien.“ Manchmal warteten sie bis zu 60 Minuten.

Die Gemeinde findet es «sicherlich schade», dass Schweizer und andere Touristen ausgewiesen werden.

«Der Tourismus war für unser Dorf schon immer sehr wichtig, sollte aber in einem gesunden Gleichgewicht stehen. Eine Lösung für die touristische Flut wir haben es noch nicht gefunden.”

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