Nach der langen Zwangspause ist die Oniononia wieder im Faschingsfieber

Oniononia – Helau: Der Jubiläumstanz ist einer der Höhepunkte des diesjährigen Showprogramms der Beilngrieser Fastnachtsgesellschaft. Foto: F. Rieger (Archiv)

“Endlich wieder ein normaler Karneval.” Auf dem Papier sind das nur fünf Wörter. Doch für Claudia Alabiso sind sie Ausdruck purer Freude. Und genau wie der Präsident des Beilngrieser Karnevalsvereins Grün-Weiß Oniononia ziehen derzeit unzählige Freunde der fünften Jahreszeit durch die Lande, wie man an den vollen Hallen bei allen Veranstaltungen sehen kann. „Alle freuen sich, dass wieder etwas stattfinden kann – es macht einfach Spaß“, fasst Claudia Alabiso ihre Eindrücke der vergangenen Wochen zusammen.

Den bevorstehenden Startschuss für die oniononia-Eigenveranstaltungen am kommenden Wochenende nahm unsere Zeitung zum Anlass, mit dem Präsidenten der FG Grün-Weiß zu plaudern. Allzu oft hatte Alabiso in solchen Gesprächen in den vergangenen Jahren Durchhalteparolen von sich geben können. Aber genau das haben die Zwiebeln getan: durchgehalten, trotz aller Schwierigkeiten der Pandemie. Und so kann endlich wieder Karneval gefeiert werden – genauso wie vor Corona. „Einfach alles genießen“, das ist die Forderung von Claudia Alabiso für die aktuelle Narrenzeit.

Letzteres hat für die Oniononia längst begonnen. Beim Eröffnungsball am 11. November gab es einen Vorgeschmack auf das diesjährige Tanzprogramm. Und seit dem 5. Januar sind sie “on tour”. Die Liste der Orte, die Claudia Alabiso auflistet, ist lang. Einmal quer durch Bayern, mit Schwerpunkt Fränkisch, so könnte man es ganz grob zusammenfassen. Jedes Wochenende, jeden Wochenendtag – und manchmal beginnt das Wochenende schon am Mittwoch oder Donnerstag. Genau dieser Austausch, die Begegnung mit lieben Weggefährten und das Kennenlernen neuer Menschen, das mache den Karneval besonders, betont Alabiso: „Das Miteinander ist das Wichtigste.“ Und so nimmt man gerne die längeren Anreisen in Kauf, um Einladungen anzunehmen – egal ob bei Delegationen oder Auftritten. Und hier in der Region gibt es natürlich auch ein gutes Netzwerk.

Am kommenden Wochenende startet die oniononia-eigene Veranstaltungsreihe, die insgesamt vier Termine zu bieten hat – alle im Haus des Gastes. Los geht es am Samstag, 28. Januar, mit dem Seniorenfasching. Beginn ist um 13.30 Uhr, Einlass ab 13.00 Uhr. Der Eintritt ist frei und wie bei allen Veranstaltungen wird das Catering von der oniononia zu fairen Preisen gestellt. Die Besucher dürfen sich auf Auftritte der Grün-Weißen und zweier Gastgruppen (Narrhalla Oberschleißheim und Mini-Hexen Allersberg), eine Tombola, gute Unterhaltung und alles, was man für einen schönen und stimmungsvollen Nachmittag braucht, freuen. Die musikalische Gestaltung liegt in den Händen des Duos D’Wuidsaureiter.

Einen Tag später, am Sonntag, 29. Januar, sind die Jugendlichen eingeladen, wenn sie wollen erster Kinderfasching diese Sitzung findet statt. Los geht es um 14 Uhr, Einlass ab 13 Uhr. Drei Euro Eintritt werden hier fällig. Erneut gibt es Auftritte der Oniononia und von Gastgruppen (Gredonia Greding und Enkeringer Faschingsgesellschaft) – und natürlich dürfen jede Menge lustige Spiele nicht fehlen, wenn die bunt maskierten kleinen Faschingsfreunde feiern.

Das traditionelle Highlight im Veranstaltungskalender des Onion ist die feierliche Sitzung. In diesem Jahr findet es am Samstag, den 4. Februar statt. Claudia Alabiso verspricht ein abwechslungsreiches Programm ab 19 Uhr – und wer schon einmal an einer feierlichen Session teilgenommen hat, weiß, dass es schon einmal passieren kann, dass man irgendwann sehr gut unterhalten auf die Uhr schaut und völlig überrascht feststellt, dass das eigentlich so sein soll gut nach Mitternacht sein. Das genaue Line-Up des Abends wird noch bekannt gegeben, aber das umfangreiche Showprogramm der bulbonia sowie zahlreiche Gastauftritte werden auf jeden Fall dabei sein.

Zwei Wochen später, am Faschingssamstag (18. Februar), wird die zweiter Kinderfasching anstatt. Los geht es um 14 Uhr

Die Grün-Weißen freuen sich bei allen vier Veranstaltungen auf ein großes Publikum, um die Freude über das Wiedererwachen des Karnevals zu teilen. Und auch das Team um Präsidentin Claudia Alabiso und Vorsitzende Jacqueline Schweigl freut sich auf all die Auswärts- und Gastspiele. Die große Tour durch die erweiterte Region geht weiter – und findet rund um das heiße Faschingswochenende ihren Höhepunkt, wenn neben Besuchen in Kindergärten und Schulen auch die Teilnahme am Umzug beim Chinesischen Karneval in Dietfurt und ein Auftritt in München anstehen.

Das klingt nach Spaß – und sicherlich auch nach Anstrengung. Aber Claudia Alabiso hat einen ganz einfachen Kommentar, den jeder Freiwillige sicher nachvollziehen kann: All das nimmt man gerne in Kauf, „wenn du magst, lieb, lebe etwas“.

DK