Glenn Miller Orchestra spielte authentische Bigband-Musik in Neumarkt – Region Neumarkt – News


So beeindruckend kann Blasmusik aussehen: Musiker des Glenn Miller Orchestra bei ihrem Auftritt im Neumarkter Reitstadel
So beeindruckend kann Blasmusik aussehen: Musiker des Glenn Miller Orchestra bei ihrem Auftritt im Neumarkter Reitstadel Foto: Lothar Röhrl

Neumarkt.Wer am Dienstagabend vom Konzert des Glenn Miller Orchestra unter der Leitung von Will Salden im Reitstadel nach Hause ging, davon ist Autor Lothar Röhrl überzeugt, dürfte von schönen Bildern und wunderbar authentischer Musik begeistert gewesen sein.

Wer zuvor gedacht hatte, an diesem Abend würde es nur darum gehen, Glenn-Miller-Klassiker wie „Moonlight Serenade“, „Tuxedo Junction“ oder „In The Mood“ zu spielen, wurde zwei Stunden lang vom Gegenteil überrascht. In seinen angenehm kurzen Zwischenmoderationen wies Walden auf jene Komponisten und Big-Band-Leader hin, die als Zeitgenossen Miller (1904-1944) nachgeahmt hatten. Oder sich von seinen Kompositionen zu eigenständigen Werken inspirieren ließen. So war es auch bei Duke Ellington mit seinem „Take the A Train“.

Auch auf der Reitstadel-Bühne spielten Musiker Streiche

Das war die musikhistorische Komponente des Abends. Richtig Fahrt nahm er auf, als das Publikum eines bemerkte: Zwischendurch wurden auf der Bühne Streiche gespielt. Beispielsweise wurden die „Dämpfer“ auf Blechblasinstrumenten von ihren Musikern als Kappen missbraucht.

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Walden, der Mann am Klavier, wusste auch, was das Publikum erwartet, wenn ein Schlagzeuger auf der Bühne steht. Das lieferte er im zweiten Teil eindrucksvoll ab: Während Joost Van Schalk sonst ein guter Rhythmusspieler sein musste, mutierte er bei einem Solo zum Wirbler. Leider gab es den einzigen Zwischenapplaus des Abends.

Dieser Abend verdient den Titel “niemals langweilig”. Lob könnte nicht besser sein.


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