ESC-Sieger Måneskin wehrt sich gegen böse Vorwürfe

Maneskin kommt am Sonntag, den 28. August 2022 auf dem roten Teppich bei den VMAs der MTV Video Music Awards 2022 im Prudential Center in Newark, NJ, an.

Die Band Måneskin wird regelmäßig kritisiert.Bild: www.imago-images.de / imago images

Musik

Raffael Siems

Spätestens durch ihren Sieg bei ESC 2021 ist die Band Måneskin weltweit bekannt. Dort fiel sie nicht nur durch ihren lauten und rockigen Sound auf, sondern auch durch ihren besonderen Look: Unabhängig vom Geschlecht treten die Musiker in leicht bekleideten Outfits, High Heels und angemessenem Make-up auf.

Genau deshalb wurde die Formation immer wieder kritisiert. Einige von ihnen kommen aus konservativen Kreisen oder von traditionellen Rock ‘n’ Roll-Fans. Allerdings wirft die LGBTQ+-Community der Band auch Queerbaiting vor. Dazu haben sich die Musiker nun geäußert.

Verschwörungstheorien um Måneskin im Umlauf

Der erste Punkt – dass die oben genannten Vorwürfe vor allem aus konservativen Kreisen stammen – verwundert zunächst nicht: Anfeindungen gegenüber queeren Bewegungen gehören leider zum Alltag Leben. Überraschend ist in diesem Fall die Unwirklichkeit, die in der Kritik mitschwingt.

in Eins Interview mit den Briten“Der WächterDas verriet Sänger Damiano David jetzt in Italien es gibt sogar Verschwörungstheorien über Måneskin. Darin heißt es zum Beispiel, „dass wir mit der italienischen Regierung zusammengearbeitet haben, um diese Gender-Fluid-Kultur zu verbreiten“. Deshalb wurden sie berühmt.

Queerbaiting bei Måneskin? Die Band spricht sich aus

Abgesehen von solcher Kritik, mit der eigentlich von Anfang an zu rechnen war, hat die Band hin und wieder auch mit Vorwürfen aus den eigenen Reihen zu kämpfen. Das sind Vorwürfe des Queerbaiting.

Das bedeutet: Måneskin würde versuchen, die LGBTQ+-Community anhand ihres Aussehens zu repräsentieren, ohne ihr anzugehören. Die Wahrheit ist, dass zwei Bandmitglieder zur Community gehören (nämlich Schlagzeuger Ethan Torchio und Bassistin Victoria De Angelis).

Die anderen beiden (Sänger Damiano David und Gitarrist Thomas Raggi) hingegen leben heterosexuell und haben nur viel mit Queers zu tun Menschen im Alltag zu tun.

Im oben erwähnten Interview wehrt sich die Band gegen diese Vorwürfe. Vor allem Bassistin De Angelis verteidigte ihre Mitmusiker mit den Worten: „Wir leben jeden Tag sehr eng mit den Menschen aus der Community zusammen. Es ist dumm für queere Menschen, die diese Stereotypen bekämpfen sollten, um mehr Hass zu erzeugen.”

“Es geht um Ausdruck und kreative Freiheit.”

Viktoria De Angelis

Sie erklärt weiter, dass es darauf ankommt, dass jeder tragen kann, was er möchte: „Die Tatsache, dass Raggi und David hetero sind, bedeutet nicht, dass sie kein Make-up oder Absätze tragen können!“

Auch mit anderen Klischees, die in der Szene grundsätzlich verankert sind, räumt der Bassist auf: „Wir glauben nicht, dass es bei echter Rockmusik um Sex geht, Drogen und Rock ‘n’ Roll-Lifestyle. Es geht um Ausdruck und kreative Freiheit.”

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