Es tönt, knarrt und rattert im Waldkindergarten Diensthoper Rudel

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Von: Christel Niemann

Zwei Kinder und eine Frau stehen an einem Kochplatz im Freien.  Im Hintergrund knien eine Frau und ein Kind auf dem Boden.
Im Wald wird Kartoffelsuppe gekocht. © Niemann

Das Projekt „Musik im Wald“ im Waldkindergarten Diensthoper Rudel erfreut sich großer Beliebtheit und wird durch Spenden finanziert.

Diensthop – Auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sind die Erzieherinnen und Kinder des Waldkindergartens Diensthoper Rudel nur draußen unterwegs. Die Kälte macht niemandem etwas aus. Kleine und große Menschen sind eingemummelt, tragen Mützen, Handschuhe, Overalls und Anoraks.

Die Blätter, bedeckt mit einer dünnen Schicht Raureif, knirschen unter Ihren Schuhen. Brennendes Holz knistert in der Feuerschale, rund die Hälfte der Kinder kniet oder hockt drumherum und war mit Hilfe ihrer Erzieherinnen schon dabei Vorbereitungen für die Kartoffelsuppe habe angefangen. Sie zerkleinern Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Lauch, während die anderen Kinder sich zu der angehenden Musiklehrerin Birk Manz gesellen.

Zu den gemeinsamen Aktivitäten gehörte neben dem Kochen auch ein mehrmonatiges Projekt Musikalische Früherziehung in der Mitte, wo die Waldkinder genauso begeistert mit Geräuschen, Klängen oder Tönen spielen, wie sie sonst durch Pfützen springen und rennen.

Das neue Projekt im Diensthoper-Rudel startete im Frühwinter. Auch für die Dozentin ist es eine neue Aufgabe und eine spannende Herausforderung, wenn sie freitags in zwei Gruppen mit Drei- bis Sechsjährigen mitten im Wald musizieren. „Bei Musik oder Geräuschen im Wald fällt den Kindern viel ein“, sagt Manz.

Zum Beispiel das Zwitschern der Vögel, das Rauschen der Blätter, das Rauschen des Windes in den Bäumen oder das Knarren von Ästen und Zweigen. “Gemeinsam erkunden wir den Wald und die Natur nach Klängen und Geräuschen und haben schon viel entdeckt, mit dem wir im Wald musizieren können“, sagt sie. Außerdem wird stündlich gesungen und viel bewegt. Neben den Instrumenten, die die Natur bietet, hat Birk Manz auch echte Musikinstrumente inbegriffen . „Die Kinder lieben es, Schlagzeug zu spielen oder der Blockflöte Töne zu entlocken“, sagt sie. Viel wichtiger ist aber, gemeinsam zu entdecken, was der Wald an Klängen zu bieten hat. Wie es klingt, knarrt und rasselt. Die Kinder sollen Geräusche finden, die Unterschiede und Eigenschaften der Materialien durch Zuhören und Zuhören erkunden. „Wir entdecken gemeinsam, was das Spielen mit Musik bewirkt, mit dem Ziel, die Kinder mit den Grundelementen der Musik vertraut zu machen und das zu tun bewusstes Zuhören und die allgemeine Zuhörfähigkeit zu fördern.“ Manz: „Die Kinder hören, was um sie herum im Wald passiert.“ Sie taten Geräusche und sogar richtig laute Geräusche und würde sich dann wieder beruhigen, um jemandem oder den Geräuschen der Natur zu lauschen. Außerdem singen sie regelmäßig gemeinsam, zum Beispiel das Lied vom Wasserhahn, das Rhythmus-Erfahrung ermöglicht.

Manz erklärt, dass es ihr auch wichtig ist, dass die Kinder nicht nur in Gruppen agieren, sondern dass jedes Kind auch für sich aktiv wird. Dabei habe jeder sein eigenes Tempo und seine individuelle Komfortzone.

“Musik im Wald” ist gerade draußen Spendengelder finanziert, die der Verband der Selbständigen Dörverden auf den Trägerverein der Waldkindertagesstätte übertragen hat. Pädagogen und Kinder möchten, dass dieses Projekt auf unbestimmte Zeit fortgesetzt wird. „Die Kinder sind sehr gerne dabei“, sagt Lehrerin Claudia Goralczyk. Das Musikprojekt ist ein freiwilliges Angebot, aber kaum eines der Kinder verzichtet darauf.