Die Übernahme durch die Saudis könnte schlimme Folgen haben

Formel 1 2021: GP von Saudi-Arabien JEDDAH STREET CIRCUIT, SAUDI-ARABIEN – 5. DEZEMBER: Kronprinz Mohammed bin Salman und andere Würdenträger in der Startaufstellung während des GP von Saudi-Arabien auf dem Jeddah Street Circui ...

2021 wurde erstmals ein Formel-1-Rennen in Saudi-Arabien ausgetragen. Kronprinz Mohammed bin Salman geht durch die Startaufstellung.Bild: imago images/Motorsport Images

Motorsport

Jannik Sauer

sterben Formel 1 erlebt derzeit einen beispiellosen Boom. Die Rennserie erschließt sich zunehmend riesige Märkte wie z China und der Vereinigte Staaten von Amerika. Vor allem in den Staaten ist der Hype um die Königsklasse des Motorsports riesig – auch aufgrund des großen Erfolgs der Netflix-Serie „Drive to Survive“, deren fünfte Staffel am 24. Februar erscheint.

Erste Bilder der fünften Staffel von „Drive to Survive“ gibt es bereits. Video: Youtube/Netflix

Für das US-Medienunternehmen Liberty Media, das seit 2016 die Rechte an der Formel 1 hält, scheint sich die Investition gelohnt zu haben. Damals zahlten die Amerikaner 4,4 Milliarden US-Dollar an die Firma von Bernie Ecclestone – die boomende Rennserie soll inzwischen fünfmal so viel wert sein.

Das berichtete kürzlich die Nachrichtenagentur Bloombergdas Saudi-arabisch Liberty Media will die Formel 1 kaufen – für unglaubliche 20 Milliarden Dollar.

Das Geld soll aus dem saudischen Staatsfonds PIF (Public Investment Fund) kommen, mit dem das Scheich-Regime bereits den englischen Fußballklub Newcastle United gekauft hat.

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Liberty soll das Angebot abgelehnt haben, berichtet Bloomberg. Bisher haben sich weder die Formel 1 noch Saudi-Arabien zu den Gerüchten geäußert. Der Motorsport-Weltverband FIA bereits, in Person seines Präsidenten Mohammed Ben Sulayem.

FIA-Chef Ben Sulayem warnt vor Konsequenzen für die Fans

Auch er konnte den Bericht zwar nicht bestätigen, machte aber deutlich, was die FIA ​​von den angeblichen Übernahmeplänen hält. „Jeder potenzielle Käufer sollte seinen gesunden Menschenverstand einsetzen und das größere Wohl des Sports im Auge behalten und einen klaren, nachhaltigen Plan haben – nicht nur viel Geld“, warnt Ben Sulayem, ohne Einzelheiten zu nennen.

Der FIA-Chef weiter: „Es ist unsere Pflicht, die zukünftigen Auswirkungen auf die Veranstalter in Bezug auf höhere Renngebühren und zu diskutieren Denken Sie an andere kommerzielle Kosten und all die nachteiligen Auswirkungen, die dies hat Fans könnte haben“.

Ich bin Interview mit dem englischsprachigen Portal “Motorsport.com” er begründet diese Sorge wie folgt: Wer so viel Geld für ein Produkt zahlt, wird es mancherorts teurer machen, „um das Geld zurückzubekommen“. Eventuell müssten die Veranstalter dann mehr Geld zahlen, um die Rennen durchführen zu können, und könnten gezwungen sein, die neuen Gebühren beispielsweise in Form höherer Ticketpreise an die Fans weiterzugeben.

Sulayem findet angebliches Angebot „übertrieben“

Der FIA-Chef bewertete das angebliche Angebot der Saudis als „übertrieben“. “Um mit gesundem Menschenverstand zu sprechen: Ist die Formel 1 so viel wert?” fragt er im Interview mit “Motorsport.com”.

Auch Ben Sulayem betont, dass sein Motorsportverband bei möglichen Diskussionen über die Zukunft der Formel 1 mit am Tisch sein sollte. „Bisher sind es sowieso nur Gerüchte. Aber ich denke, die FIA ​​sollte auch Teil dieser Gespräche sein oder Ratschläge geben.“