Die drei Musiktipps der Woche: Pianopunk bald in Jena und ein Debütalbum mit 58 | Kultur

Die drei Musiktipps der Woche: Pianopunk bald in Jena und ein Debütalbum mit 58 Jahren

Aktualisiert: 24.01.2023 08:02

Blur-Schlagzeuger Dave Rowntree hat das Soloalbum Radio Songs veröffentlicht.

Blur-Schlagzeuger Dave Rowntree hat das Soloalbum Radio Songs veröffentlicht.

Foto: Paul Postle

Erfurt.
Uli Sailor kommt mit seinen Piano-Punk-Songs nach Jena, wir stellen vorab sein Mini-Album vor und haben uns auch die neuen Alben von Dave Rowntree von Blur und Biig Piig angehört.

Das Klavier als Mittel des Protestsongs ist in Mode, siehe Danger Dan. Oder der Musiker und Videoproduzent Uli Seemann (TUSQ, Terroristengruppe, D-Sailors). Er stellt seine digital “Punkrock-Klavier EP 2” davor ein Mini-Album mit fünf Songs: Coverversionen von deutschen Punk- und Indie-Bands wie Casanovas schwuler Seite oder WIZO – nur mit Tasten (und Cello). Eine Vinyl folgt, inklusive EP 1 mit englischen Coversongs. Am 16. Februar spielt der Punkpianist im Jenaer Rosenkeller.

Dave Rowntree von Blur mit einem Konzeptalbum

Im Alter von 58 Jahren wurde der ehemalige Labour-Abgeordnete und vor allem als Schlagzeuger der Band Blur bekannt David Rowntree sein erstes Soloalbum. „Radiolieder“ ist eine melancholisch aufgeladene Hommage an die Weltempfänger, die den englischen Musiker sein Leben lang begleitet haben. Das Konzeptalbum folgt konsequent dem Rauschen der Kanalsuche. Alles in allem eine gelungene, sympathische Platte mit modernen Klängen zu einem nostalgischen Grundthema, die Hörgewohnheiten nicht blockiert, sondern auch überrascht.




Mixtape von Biig Piig aus Irland

Weder LP noch EP veröffentlichten den irischen Ursprung Großes Schwein (richtiger Name: Jess Smyth), sondern ein Mixtape. Sieben Songs, achtzehn Minuten sind “Kaugummi” kurz gesagt, irgendwas zwischen Album und Mini-Album. Der 24-Jährige atmet, rappt und schmachtet auf Englisch und Spanisch meist locker und entspannt durch die kurzen Songs, die sich zwischen Clubtracks und Mainstream-Pop bewegen. Nur das Stück „Kerosene“ erinnert sehr an Billie Eilish… nennen wir es mal einen gelungenen Bogen.

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