Deshalb braucht die Hauptstadt die Berlinale

Abschied von Masken!  Erstmals seit der Corona-Pandemie sind die Berliner wieder ohne Einschränkungen dabei

Abschied von Masken! Erstmals seit der Corona-Pandemie sind die Berliner wieder ohne Einschränkungen dabei Foto: Getty Images/Christian Lohse

Von Michael Zöllner

Es ist die erste reguläre Berlinale seit der Pandemie. Keine Masken, keine Tests, kein Abstand in Kinos. Endlich wieder volle Hallen und Fans auf dem roten Teppich. Ein Kommentar von BZ-Redakteur Michael Zöllner.

Tatsächlich dürfen wir uns auf internationale Stars freuen. Kristen Stewart wird Jurypräsidentin, Steven Spielberg erhält den Ehrenbären, Sean Penn präsentiert seinen mit Spannung erwarteten Dokumentarfilm „Superpower“ über Russlands Angriffskrieg in der Ukraine.

Das klingt vielversprechend, vorausgesetzt, die mutmaßlichen Gäste kommen tatsächlich nach Berlin. Weil ein Festival Stars und Glamour braucht, strahlen sie in die Welt hinaus und werben damit für unsere Stadt und die Filme.

Manche mögen das Festival als unnötigen Schnickschnack abtun, tatsächlich ist es aber ein Wirtschaftsfaktor. Volle Hotels, volle Taxis, volle Restaurants. Auch die Kinos, die keine Berlinale-Filme zeigen, profitieren und haben mehr Besucher als an anderen Tagen.

Vielleicht finden Zuschauer, die diese Gewohnheit aufgrund der Pandemie aufgegeben haben, den Weg zurück in die Kinos. Die Kinos rechnen weiterhin mit einem Besucherrückgang von bis zu 30 Prozent. Hoffen wir also auch nach der Berlinale auf volle Hallen.

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