Das ZDF verschiebt „Die Toten von Salzburg“ kurzfristig

Eigentlich sollte heute Abend eine neue Folge der Krimiserie “Die Toten von Salzburg” im ZDF gezeigt werden. Doch der Sender muss den Film verschieben.

Am Mittwochabend (25. Jänner) war um 20.15 Uhr eine Folge von „Die Toten von Salzburg“ angesetzt. Es wurde für heute abgesagt – und für eine spätere Ausstrahlung gekürzt.

Der Film sei wegen der Live-Übertragung des Handball-WM-Viertelfinals zwischen Frankreich und Deutschland kurzfristig verschoben worden, teilte ein Sender t-online mit. Das Sportevent ist ab 20:05 Uhr live im ZDF zu sehen

Wann die neue Folge von „Die Toten von Salzburg“ dafür laufen wird, ist unklar. Es steht nur “zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr”. Dann sehen die Zuschauer den Fall „Schattenspiel“ ohne Auftritt von Schauspieler Florian Teichtmeister.

Folge neun ohne angeklagten Teichtmeister

In der Krimiserie, die das ZDF gemeinsam mit dem österreichischen Sender ORF produziert, spielt er seit 2016 in acht Folgen die Hauptrolle des Majors Peter Palfinger. Mitte Januar wurde öffentlich, dass dem 43-jährigen Österreicher der Besitz vorgeworfen wird Aufnahmen von Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger. Im Februar muss er sich vor Gericht verantworten. In Folge neun wird er deshalb nicht mehr im ZDF zu sehen sein, wie ein Sender gegenüber t-online bestätigte.

Florian Teichtmeister: Der Prozess gegen ihn beginnt im Februar.
Florian Teichtmeister: Der Prozess gegen ihn beginnt im Februar. (Quelle: Florian Wieser/APA/dpa)

Das ZDF hat die neueste Folge von „Die Toten von Salzburg“ um die rund 40 Sekunden lange Schlussszene mit Florian Teichtmeister gekürzt. Die Vorwürfe gegen ihn sind seit langem bekannt. Deshalb hatte er in der aktuellen Folge, gedreht im Frühjahr 2022, nur einen kurzen Auftritt.

“Hinweis zum weiteren Vorgehen”

Filme und Serien mit Teichtmeister wird das ZDF jedenfalls vorerst nicht mehr zeigen. Eine Sprecherin der dpa sagt: „Nach Abschluss des Gerichtsverfahrens werden wir das weitere Vorgehen besprechen.“

Teichtmeisters Anwalt sagte, sein Mandant wolle sich schuldig bekennen und mit den Behörden kooperieren. Die Polizei fand Zehntausende Akten mit Darstellungen von Misshandlungen durch Kinder und Jugendliche. Lesen Sie hier mehr darüber.