Das Festival endet mit der Siegerehrung

Aktualisiert am 25.01.2023 04:32

Die 58. Solothurner Filmtage gehen am Mittwochabend mit der Soirée de clôture zu Ende. Eine Festivalausgabe, bei der das Zusammensein, der Austausch zwischen Publikum und Filmemachern ebenso im Mittelpunkt standen wie die Filme.

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Die Organisatoren hatten im Vorfeld angekündigt, dass es den Solothurner Filmtagen nicht nur um die Auswahl der Filme gehe, um aktuelle Fragestellungen aufzugreifen. Es sollte auch ersetzt werden. Zum einen gab es die neue Gesprächsreihe „Tarifkino“, in der Themen, die die gezeigten Filme boten, weiter diskutiert wurden.

Und obwohl sich das diesjährige Programm auf ernste Ereignisse wie den Krieg oder den Kampf für Menschenrechte und Demokratie konzentrierte, boten die Filmtage auch Raum für Positives. An einer Veranstaltung am Dienstag wurde beispielsweise das Thema «Humor im Schweizer Film» diskutiert.

Unter den Anwesenden war auch Barbara Kulcsar, Regisseurin des programmierten komödiantischen Spielfilms „Die goldenen Jahre“. Passenderweise wurde Schauspieler Ueli Jäggi am Vorabend dieses Talks für seine Nebenrolle als Heinz für einen Schweizer Filmpreis nominiert.

Weitere Filme und Namen, die bei der feierlichen Nominierungsnacht am Montagabend als Kandidaten für die Quartz-Trophäe bekannt gegeben wurden, sind Michael Kochs “Drii Winter”, der sechsmal nominiert wurde, Ursula Meiers “La Ligne” (fünf Nominierungen) sowie der Schauspieler Manfred Liechti ( für seine Rolle als Peter K. in „Peter K. – Allein gegen den Staat“ als Bester Hauptdarsteller) oder Schauspielerin Valentina Di Pace (Beste Hauptdarstellerin in „99 Monde“).

Quartz-nominierte Filme im Rennen

Sieben der 217 ausgewählten Werke (642 wurden eingereicht) wurden für den mit CHF 60’000 dotierten Prix de Soleure nominiert, der am Abschlussabend verliehen wird. Darunter „Big Little Women“ von Nadja Fares, der Eröffnungsfilm „This Kind Of Hope“ von Pawel Siczek und „The Land Within“ von Fisnik Maxville. Letzterer erzählt die Geschichte von Remo, der nach Jahren des Exils in seine Heimat Kosovo zurückkehrt, um seinem Cousin bei der Exhumierung eines Massengrabes zu helfen.

Die Sektion Opera Prima, in der erste Spielfilme geehrt werden, umfasst Elena López Rieras „El agua“ und Carmen Jacquiers „Foudre“. Beide sind auch im Rennen um einen Quartz 2023 in der Kategorie Bester Spielfilm. Und der Prix du Public, der Publikumspreis der Solothurner Filmtage, könnte an «A Forgotten Man», «Jill» oder «I Giacometti» gehen.
© Keystone-SDA